Berlin – Potsdam – Brandenburg (– Magdeburg)

Zweigleisige Hauptbahn (Stammbahn), 144 km
22.09.1838 Eröffnung der eingleisigen Strecke Zehlendorf – Potsdam; Verkehr mit Dampf- und Pferdezügen
29.10.1838 Eröffnung der eingleisigen Streckenverlängerung Berlin Potsdamer Bahnhof – Zehlendorf
09.11.1839 Einstellung der Pferdezüge
07.08.1846 Eröffnung der Strecke Potsdam-Kiewitt – Magdeburg-Friedrichstadt
12.09.1846 Eröffnung des Lückenschlusses Potsdam – Potsdam-Kiewitt (Havelüberquerung)
1847 Zweigleisiger Ausbau der Strecke Berlin – Potsdam
01.06.1874 Eröffnung der Wannseebahn Zehlendorf – Wannsee – Neubabelsberg als Zweigstrecke (siehe dort)
02.09.1883 Zugunglück im Bahnhof Steglitz; Schnellzug nach Magdeburg fährt in stürmende Menschenmenge vor einem Lokalzug; Auslöser für den forcierten Bau von Perrontunneln bei den preußischen Hauptbahnen
01.10.1891 Viergleisiger Ausbau mit besonderen Vorortgleisen zwischen Berlin Potsdamer Bahnhof (Wannseebahnhof) und Zehlendorf sowie Kohlhasenbrück und Potsdam (Neue Wannseebahn); Hochlegung der Trasse; Einführung des Berliner Vororttarifes bis Werder
13.07.1900 Elektrischer Versuchsbetrieb auf den Vorortgleisen zwischen Berlin und Zehlendorf (Stromschiene, 750 V Gleichstrom)
01.07.1902 Einstellung des elektrischen Versuchsbetriebes
1909 Hochlegung der Trasse von Potsdam-Charlottenhof bis hinter Wildpark
03.09.1916 Zugunglück beim Bahnhof Wildpark (heute Potsdam Park Sanssouci) an der Strecke Potsdam – Magdeburg; Kollision eines Güterzuges mit einem Personenzug
11.06.1928 Aufnahme des elektrischen S-Bahnbetriebes zwischen (Wannsee –) Griebnitzsee und Potsdam auf separaten Vorortgleisen (Stromschiene, 800 V Gleichstrom; siehe dort)
15.05.1933 Aufnahme des elektrischen S-Bahnbetriebes auf den Vorortgleisen der Wannseebahn (siehe dort); S-Bahnelektrifizierung der Ferngleise zwischen Berlin Potsdamer Bahnhof und Zehlendorf für die nonstop verkehrenden "Bankierszüge" der S-Bahn (siehe dort)
09.10.1939 Verschwenkung der S-Bahngleise zwischen Schöneberg und dem Nordsüd-S-Bahnanschluss auf die bisherige Trasse der Ferngleise der Potsdamer Bahn (und umgekehrt); Anbindung der Wannseebahn an die Nordsüd-S-Bahn (siehe dort); Stilllegung des Streckenabschnittes Wannseebahnhof – Großgörschenstraße (alt; siehe dort)
02.1945 Einstellung des Betriebes zwischen Berlin Potsdamer Bahnhof und Berlin-Zehlendorf; auch Ende des S-Bahn-Schnellverkehrs auf den Ferngleisen der Potsdamer Bahn (siehe dort)
04.1945 Einstellung des Personenverkehrs auf der verbliebenen Potsdamer Bahn ab Zehlendorf
04.1945 Einstellung des S-Bahnbetriebes auf der Wannseebahn (siehe dort)
03.05.1945 Ende der Kriegshandlungen in Berlin
01.06.1945 Wiederaufnahme des Zugverkehrs Richtung Magdeburg ab Werder
06.06.1945 Wiederaufnahme des S-Bahnbetriebes zwischen Schöneberg und Wannsee (siehe dort)
11.06.1945 Wiederaufnahme des Zugverkehrs Wildpark – Werder
06.1945 Wiederaufnahme des Zugverkehrs Richtung Magdeburg ab Berlin-Wannsee (über Wetzlarer Bahn; siehe dort)
Mitte 1945 Abbau des zweiten Gleises zwischen Berlin Potsdamer Bahnhof und Steglitz, zwischen Berlin-Zehlendorf und Neubabelsberg Ufastadt (heute Griebnitzsee) sowie zwischen Potsdam und Magdeburg (Reparationen)
11.07.1945 Wiederaufnahme des elektrischen S-Bahnbetriebes zwischen Großgörschenstraße und Schöneberg (– Wannsee; siehe dort)
07.1945 Umnagelung des Ferngleises Berlin – Magdeburg zwischen Babelsberg Ufastadt und Potsdam auf sowjetische Breitspur (1524 mm)
06.08.1945 Eröffnung des elektrischen S-Bahnbetriebes zwischen dem Potsdamer Ringbahnhof und Großgörschenstraße über ein elektrifiziertes provisorisches Verbindungsgleis (siehe dort)
08.1945 Rückbau des Breitspurgleises nach Potsdam
08.1945 Wiederaufnahme des Vorortverkehrs zwischen Berlin-Wannsee und Werder; zeitweise zwischen Berlin-Charlottenburg und Werder (über Wetzlarer Bahn; siehe dort)
11.1945 Aufnahme des alliierten Militärverkehrs zwischen Berlin und Helmstedt; Abfertigung der amerikanischen Militärreisezüge in Berlin-Wannsee (Ladestraße)
01.12.1945 Dampfpendelzüge auf der Stammbahn zwischen Berlin-Zehlendorf und Düppel
1945/1946 Einstellung des Reise- und Güterverkehrs und Stilllegung des Streckenabschnittes Düppel – Griebnitzsee der Stammbahn; Strecke später abgebaut
16.02.1946 Wiederaufnahme des S-Bahnbetriebes zwischen (Wannsee –) Griebnitzsee und Potsdam mit Unterbrechung in Kohlhasenbrück (provisorische Bahnsteige; siehe dort)
07.07.1946 Wieder durchgehender S-Bahnbetrieb zwischen (Wannsee –) Griebnitzsee und Potsdam über die wiederaufgebaute Teltowkanalbrücke (siehe dort)
27.07.1946 Wiederinbetriebnahme der Anbindung der Wannseebahn an die Nordsüd-S-Bahn (siehe dort); Einstellung des provisorischen S-Bahnbetriebes zum Potsdamer Ringbahnhof (siehe dort)
Mitte 1946 Ab Sommer Verlegung aller Fernzüge nach Magdeburg auf die Stadtbahn (über Wetzlarer Bahn; siehe dort)
Mitte 1946 Beginn des zivilen "Interzonenverkehrs" zwischen den Westsektoren Berlins und Westdeutschland über die Magdeburger Bahn
15.06.1948 Aufnahme des elektrischen S-Bahnbetriebes zwischen Zehlendorf und Düppel-Kleinmachnow auf dem verbliebenen Ferngleis der Potsdamer Bahn (siehe dort); Einstellung des bisherigen Dampfpendelzuges auf der Stammbahn
24.06.1948 Blockade der Westsektoren von Berlin durch die sowjetische Besatzungsmacht; Unterbrechung des gesamten Güterverkehrs sowie des Interzonen- und Militärdurchgangsverkehrs von und nach Westberlin
12.05.1949 Ende der Berlin-Blockade; Wiederaufnahme des Eisenbahnverkehrs mit Güter- und Interzonenzügen auf der Potsdamer Bahn
21.05.1949 Streik der Westberliner Eisenbahner; Einschränkung des Güterverkehrs und des neu geregelten Interzonenverkehrs auf der Potsdamer Bahn; Einstellung des S-Bahnverkehrs zwischen Schöneberg und Zehlendorf (– Wannsee) sowie zwischen Zehlendorf und Düppel (siehe dort)
24.05.1949 Einstellung des S-Bahnverkehrs zwischen (Westkreuz –) Griebnitzsee und Potsdam (siehe dort)
28.06.1949 Ende des Eisenbahnerstreiks in Westberlin; Wiederaufnahme des Güter- und Interzonenverkehrs auf der Potsdamer Bahn
01.07.1949 Wiederaufnahme des S-Bahnbetriebes auf der Potsdamer Bahn (siehe dort)
21.10.1950 Nutzung des Güterbahnhofes Berlin-Lichterfelde West als US-Militärbahnhof
18.05.1952 Verlagerung des Endpunktes der Fernpersonenzüge in und aus Richtung Magdeburg nach Potsdam
1952 Ausbau des bisher dem Vorortverkehr dienenden Bahnhofes Griebnitzsee zum Grenzkontrollbahnhof
03.1953 Umleitung des D-Zugverkehrs der Magdeburger Bahn über den südlichen Berliner Außenring (siehe dort) nach Ostberlin
13.08.1961 Bau der Berliner Mauer; endgültige Unterbrechung der Strecke zwischen Düppel-Kleinmachnow und Griebnitzsee
09.10.1961 Aufnahme des Dieseltriebverkehrs auf den S-Bahngleisen zwischen Griebnitzsee und Potsdam Stadt als Ersatz für den eingestellten S-Bahnverkehr (siehe dort)
22.10.1961 Nutzung des Bahnhofes Griebnitzsee als Kontrollbahnhof für sämtlichen Personen- und Militärverkehr von und nach Westdeutschland
29.10.1961 Einstellung Griebnitzsee – Babelsberg; Dieseltriebverkehr auf S-Bahngleisen nur noch zwischen Babelsberg und Potsdam Stadt
1967 Zwischen Steglitz und Berlin-Lichterfelde West nur noch eingleisiger Betrieb (Güterverkehr)
1976 Streckenabschnitt Werder – Magdeburg wieder durchgehend zweigleisig
18.09.1980 Zweiter Streik der Westberliner Eisenbahner; vorübergehende Einstellung des Güterverkehrs; Einstellung des S-Bahnverkehrs auf der Wannseebahn zwischen (Anhalter Bahnhof –) Schöneberg und Zehlendorf (– Wannsee; siehe dort) und zwischen Zehlendorf und Düppel (siehe dort)
20.09.1980 Stellwerksbesetzung im Bahnhof Berlin Zoologischer Garten; vorübergehende Einstellung des Transitverkehrs auf der Potsdamer Bahn
24.09.1980 Ende der Stellwerksbesetzung im Bahnhof Berlin Zoologischer Garten; Wiederaufnahme des Transitverkehrs auf der Potsdamer Bahn
28.09.1980 Ende des Eisenbahnerstreiks in Westberlin; Wiederaufnahme des Güterverkehrs auf der Potsdamer Bahn; Stilllegung der S-Bahnstrecke nach Wannsee (siehe dort)
01.11.1980 Schließung des Güterbahnhofes Berlin-Zehlendorf und des Potsdamer Güterbahnhofes in Berlin
1980 Abbau des "Gasanstaltsgleises" vom Güterbahnhof Steglitz zur Schöneberger Gasanstalt in Berlin
31.10.1982 Zugunglück bei Potsdam; Zusammenstoß eines Güterzuges mit einem Personenzug nach Überfahren des Haltesignals bei dichtem Nebel
28.11.1983 Wiederherstellung des zweiten Gleises zwischen Berlin-Wannsee und Griebnitzsee
12.1983 Inbetriebnahme des zweiten Gleises zwischen Potsdam Stadt und Werder; damit Berlin Zoologischer Garten – Helmstedt wieder durchgehend zweigleisig
03.12.1983 Stilllegung des zweiten Gleises zwischen Berlin-Lichterfelde West und Berlin-Zehlendorf
09.01.1984 Übernahme des Streckennetzes der Westberliner S-Bahn durch die BVG; S-Bahnverkehr zwischen (Anhalter Bahnhof –) Schöneberg und Zehlendorf (– Wannsee) bleibt stillgelegt (siehe dort)
01.02.1985 Wiedereröffnung der S-Bahnstrecke (Anhalter Bahnhof –) Schöneberg – Zehlendorf (– Wannsee; siehe dort)
09.11.1989 Öffnung der Berliner Mauer
22.01.1990 Aufnahme des öffentlichen Zugbetriebes zwischen Berlin-Wannsee und Potsdam Hauptbahnhof (BAR) über die Gleise der Wannseebahn (siehe dort) und der Potsdamer Bahn von Griebnitzsee bis Potsdam-Charlottenhof
01.04.1992 Wiedereröffnung des elektrischen S-Bahnbetriebes zwischen (Wannsee –) Griebnitzsee und Potsdam Stadt (siehe dort)
12.12.1995 Elektrifizierung des Streckenabschnittes Werder – Brandenburg (– Biederitz; Oberleitung, 15 kV, 16 2/3 Hz)
17.12.1995 Elektrifizierung des Streckenabschnittes Griebnitzsee – Werder; Aufnahme des elektrischen Betriebes zwischen Berlin Stadtbahn und Magdeburg über Potsdam Stadt und Brandenburg; Ausbau der gesamten Strecke für 160 km/h; IC- und ICE-Anbindung von Potsdam
1998 Mit Eröffnung der Schnellfahrstrecke Berlin – Hannover (siehe dort) Verlust eines Großteils der bisherigen ICE-Züge in Potsdam und Magdeburg; nach Protesten eine Zeitlang wieder vereinzelt ICEs zwischen Berlin und Braunschweig über die Potsdamer Bahn
04.2008 Studie zum Wiederaufbau der "Stammbahn" als Regionalbahnlinie Berlin Hauptbahnhof – Berlin Potsdamer Platz – Berlin-Zehlendorf – Dreilinden (Europarc) – Griebnitzsee lässt Zweifel an Wirtschaftlichkeit aufkommen
13.07.2009 Einsatz zusätzlicher Regionalbahnzüge in der Relation (Berlin Ostbahnhof –) Griebnitzsee – Potsdam Hauptbahnhof; Verstärkung für reduzierten S-Bahnverkehr (siehe dort)
09.11.2009 Einstellung der zusätzlichen Regionalbahnzüge in der Relation (Berlin Ostbahnhof –) Griebnitzsee – Potsdam Hauptbahnhof
04.01.2010 Erneuter Einsatz zusätzlicher Regionalbahnzüge in der Relation (Berlin Ostbahnhof –) Griebnitzsee – Potsdam Hauptbahnhof; abermals reduzierter S-Bahnverkehr (siehe dort)
08.03.2010 Einstellung des S-Bahnersatzverkehrs mit Regionalbahnzügen zwischen (Berlin Ostbahnhof –) Griebnitzsee und Potsdam Hauptbahnhof
(ohne Termin) Ursprünglich geplanter Wiederaufbau der Stammbahn zwischen Berlin-Zehlendorf und Kohlhasenbrück sowie Einführung der erneuerten Potsdamer Bahn in den Nordsüd-Fernbahntunnel; Nutzung für den Regionalverkehr; weiterhin Pläne für eine Voraberöffnung als eingleisige S-Bahn-Strecke für die bislang in Zehlendorf endenden Verstärkerzüge über die alte Stammbahn bis zum Europarc Dreilinden (siehe dort)